Tobias Spranger Fotografie und Fineartprint quick folio portrait bodypainting industrie lifestyle event fineart presse

Tobias Spranger

Fotografie und Fineartprint

Review 02/2010

OQO E2 02 im Test als Imagetank und Schwenkdisplay / Notebookersatz bei der Makrofotografie

Der OQO E2 oder 02 ist ein UMPC der Extraklasse. Kaum größer als ein Handy und vollbepackt mit tollen Sachen die das Leben schöner machen! Größenvergleich Für mich ist ein Netbook nichts halbes und nichts ganzes. Zu groß für die Hosentasche und zu langsam zum richtigen Arbeiten. Da kommt mir der schlanke OQO gerade recht. Das ergonomische Design und die Redudanz machen den Ultra Mobile Personal Computer zu einem Genuss in Sachen Bedienung. Egal ob man ihn mit dem rechten Daumen auf dem Pointing Stick oder den sliding Buttons neben und unter dem Display, einem Wacom Stift auf dem 5" großen Activ Touch Panel bedient. Alles ist ein Genuss und die Mischung machts. Beim E-Book lesen mit eingefahrener Tastatur kommen mit Sicherheit die Slider zu tragen. Beim arbeiten im Windows der Pointing Stick. Für eine schnelle handschriftliche Notiz ist der Wacom Stift jedoch unschlagbar. Egal wo und wie, für Aufsehen sorgt der Mini Computer immer! Technische Daten: Prozessor: VIA C7M ULV Taktrate: 1.2 GHz Arbeitsspeicher: 512 MB DDR2 W-Lan: Atheros 802.11a/b/g Bluetooth: Toshiba Festplatte: 30 GB 1,8" Toshiba Grafikkarte: VIA VX700 bis zu 128MB Cache (im Bios einstellbar) Soundkarte: integriert, mit eingebautem Mikrofon und 3,5mm Klinke für Audio out. Display Größe: 5" Active Touch Gehäuse: sliding screen + QWERTY Tastatur Abmessungen (B x H x T): 14.3x8.4x2.6 cm Gewicht: 0.454 kg Betriebssystem: Windows XP Home 32bit Schnittstellen:    54 M/bit WLAN    Bluetooth 1 HDMI out (bis 1920x1200) 1 USB 2.0 1 Audio out 1 OQO spezifischer Stecker -> entweder zum anschließen für das Netzteil oder für den mitgelieferten Adapter auf 1x 10/100 RJ45 Netzwerk, 1x 15-pol VGA out und 1x OQO spezifischen Stecker (wieder zum Anschluss für das Netzteil) Lieferumfang: 1 OQO UMPC 1 Akku 3,7VDC 4600mAh 1 Adapter 15-Pol VGA, 10/100 Mbit LAN 1 Netzadapter 110-230V 1 OQO/Windows Treiber/Recovery CD 1 Bedienungsanleitung 1 XP Home Lizenz 3DMarks und PCMarks sind wohl für den OQO ein wenig hoch gegriffen. Viel wichtiger ist was läuft problemlos auf so einem MiniPC. Stellt man sich mal die Frage für was man das kleine Ding denn haben will, so wird schnell klar es reicht vollkommen aus! Für Outlook, unterwegs ordentlich Email checken und Termine verwalten. Zum Filme sehen im Flugzeug oder im Zug. Zum Ebook lesen. All das schafft der OQO ohne große Anstrengungen. Auch als HTPC macht er eine gute Figur. Einfach den Fernseher über HDMI angeseckt, über den OQO Manager die Auflösung des zweiten Display eingestellt und los gehts. Da kommt schon die Fotografie mit in Spiel. Der Monitor des OQO ist zwar sehr gut Aufgelöst. Man sieht mit blosem Auge nur ganz schwer die Pixel. Eine Auflösung von bis zu 1000x600 Pixel (interpoliert) macht das möglich. Auch die Helligkeit ist mehr als ausreichend solange man nicht direkt in der Sonne sitzt.Dem Softwarepaket liegt sogar eine Farb-, Helligkeit- und Kontrastkalibrierung bei! Der Blickwinkel, insbesondere der horizontale Blickwinkel lässt zu wünschen übrig. Soll heißen, wenn man von oben auf das Display sieht werden die Kontraste stärker und dunkler. Von unten betrachtet genau das Gegenteil. Alles wird heller und weniger kontrastreich. Was bei der Fotografie zur Bildkontrolle nicht optimal ist. In Zusammenarbeit mit der Tonwertkurve löst sich das Problem schnell und man bekommt ein Gefühl dafür. Praktisch ist dann der simple Anschluss an einen Fernseher. Gerade auf Reisen, jedes Hotel hat einen Fernseher. Die meisten sogar einen Flachbildschirm mit HDMI Eingang. Optimal zur abendlichen Bildkontrolle. Somit sind dann die Bilder auch gleich doppelt gespeichert. Auf dem OQO und der CF-Karte. Mit der optional erhältlichen Dockingstation mit integriertem DVD Brenner können die Bilder auch noch gleich auf DVD gebannt werden. Oder wer es hundert prozentig will, kann die Bilder ja gleich auf einen Server ins World Wide Web laden, insofern das Hotel einen Internetzugang zur Verfügung stellt. Alles in allem bietet das kleine Teil auch hier jede Möglichkeit. Eine Imagetank mit großem Display, beliebiger Ordnerstruktur und toller Verwaltung! Was will man mehr? Die Bildbearbeitung wird aber trotzdem noch auf dem Laptop oder dem Rechner stattfinden. Dazu reicht die Rechenleistung des OQO leider nicht aus. Auch das Display ist dafür definitiv zu klein. Schon mal mit dem Gedanken gespielt sich ein schwenkbares Display für die Spiegelreflex zu kaufen? Geile Idee! Nur das anfingern der Kamera nervt total. Das Stativ ist passend in Bodennähe ausgerichtet, der Ausschnitt optimal gewählt, das Motiv im optimalem Licht. Nur der Fokus will nicht so wie du! Den Fokusschalter umlegen und dann den Ausschnitt wieder neu einrichten...klasse! Mit dem OQO kein Problem. Die Kamera über USB angesteckt. Bei Canon das EOS Utilities installiert per Software auf MF umgestellt und schon lässt sich der AF über die Software steuern. Das USB Kabel lang genug gewählt und man schafft es oft sogar sich etwas Schatten zu genehmigen. Das gleiche gilt bei Intervalaufnahmen. Keinen extra Tisch für den Laptop aufstellen. Einfach den OQO via Kabelbinder oder Klettstreifen am Stativ befestigen, Einstellungen tätigen und los gehts. Mit einer Laufzeit bis zu 6 Stunden mit dem double capacity Akku steht einer Zeitrafferaufnahme nichts mehr im Weg! Makro / Live View mit dem OQO Der bittere Beigeschmack ist wohl nur der Preis des kleinen Boliden. Startpreis dieser Variante ist ca. 1200€. Je nach Ausstattung geht es hoch bis 2600€. Die sinnvollste Bezugsquelle ist aktuell wohl Ebay. Wobei beim direkten Bezug aus Übersee folgendes zu beachten ist:  - Verzollung von 20%.  - Integrierter SIM-Slot für WWAN funktioniert nicht in Deutschland  - Amerikanisches Tastatur Layout  - Netzkabel für 110Volt (Stand: 02/2010) OQO ist auf alle Fälle bemüht das Produkt stetig zu verbessern. So hat das neue Modell 2+ sogar ein OLED Display. Bleibt abzuwarten wie die Ausleuchtung und der Blickwinkel sein wird. Vielleicht folgt ja bald ein direkter Vergleich hier. ;-) Da ich technisch sehr interessiert bin und mir Gedanken über eine eventuelle Aufrüstung gemacht habe wurde das gute Stück mal auseinander genommen. Eine Aufrüstung fällt leider flach. Der VIA Prozessor ist fest auf dem Mainboard verlötet, der Arbeitsspeicher ist auf eine spezielle Platine gelötet wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Lässt sich zwar wechseln, wird aber nicht billig sein bzw. wird wohl von OQO gar nicht separat angeboten. Somit beschränkt sich die Aufrüstung auf die Festplatte. Die kann gegen größere 1,8" Platten wie beim MacBook Air oder dem DELL D420/430 getauscht werden. Die größten verfügbaren sind zur Zeit 1,8" HDD (ca. 120€) und SSD (ca. 330€) mit 120 bzw. 128GB. Fazit: Pro - klein, leicht, handlich - sehr gute Verarbeitung - Größe/Leistungs-Verhältnis - Akkulaufzeit - Kompatibilität durch Windows Contra - Bildschirm (sehr geringer Blickwinkel) - Preis